Zum Inhalt springen
Sturm- und GewitterjagdTirol

Wochenvorschau

🌧️❄️ Bis zu 225 Liter Regen und über ein Meter Neuschnee? Was sich ab Sonntag an den Westalpen zusammenbrauen könnte!

🌧️❄️ Bis zu 225 Liter Niederschlag und über ein Meter Neuschnee? Unsere 3D-Wetterkarten zeigen für die Westalpen ab Sonntag eine bemerkenswerte Entwicklung. Welche Rolle könnte ein Genua-Tief spielen, und wie tief sinkt die Schneefallgrenze? Wir analysieren die Wetterlage!

🌧️❄️ Bis zu 225 Liter Regen und über ein Meter Neuschnee? Was sich ab Sonntag an den Westalpen zusammenbrauen könnte!
Niederschlagsmengen

🌧️❄️ Westalpen vor einer markanten Wetterentwicklung? Starkregen und enorme Neuschneemengen möglich!

Donnerstag, 15. Oktober 2026 | Sturm und Gewitterjagd Tirol

In der europäischen Wetterküche könnte sich in den kommenden Tagen einiges verändern. Nach einer vergleichsweise ruhigen Wetterphase rückt ab Sonntag, dem 18. Oktober, besonders der westliche Alpenraum zunehmend in den Mittelpunkt.

Unsere aktuellen 3D-Wetterkarten zeigen eine durchaus bemerkenswerte Entwicklung. Regional werden außergewöhnlich hohe Niederschlagssummen berechnet, während gleichzeitig in den Hochlagen beträchtliche Neuschneemengen möglich erscheinen.

Doch was steckt hinter dieser Entwicklung? Welche Rolle könnte der Golf von Genua spielen, und warum sind ausgerechnet die Westalpen besonders interessant?

🌍 Ein Tief über dem Golf von Genua als möglicher Auslöser

Eine mögliche Ursache ist die Entwicklung eines Tiefdruckgebiets im Bereich des Golfs von Genua beziehungsweise des nordwestlichen Mittelmeers.

Solche Tiefdruckgebiete können besonders im Herbst erhebliche Niederschläge verursachen. Über dem noch relativ warmen Mittelmeer kann feuchte Luft aufgenommen und anschließend mit südlichen bis südöstlichen Winden in Richtung Alpen transportiert werden.

Trifft diese Luftmasse auf die südlichen und westlichen Gebirgsflanken, wird sie zum Aufsteigen gezwungen. Dabei kühlt sie ab, Wasserdampf kondensiert und es können kräftige, teilweise lang anhaltende Niederschläge entstehen.

Dieser Vorgang wird als Staueffekt bezeichnet. Je nach Anströmrichtung können besonders das Piemont, das Aostatal und das Tessin betroffen sein.

Entscheidend bleibt jedoch die genaue Lage und Zugbahn des Tiefdruckgebiets. Bereits kleinere Verschiebungen können den Schwerpunkt der Niederschläge erheblich verändern.

🌧️ Regional 200 bis 225 Liter Niederschlag berechnet!

Ein Blick auf unsere 3D-Niederschlagskarte zeigt für den Zeitraum bis zum 20. Oktober besonders im Bereich Nordwestitaliens auffällige Niederschlagsmaxima.

Regional werden Niederschlagssummen zwischen 200 und 225 Millimetern dargestellt. Das entspricht 200 bis 225 Litern Wasser pro Quadratmeter!

Sollten solche Mengen tatsächlich innerhalb weniger Tage auftreten, wären lokal erhebliche Auswirkungen möglich.

Besonders kleinere Flüsse und Wildbäche könnten rasch anschwellen. Auch lokale Überflutungen und Hangrutschungen wären bei entsprechend intensiven Niederschlägen nicht ausgeschlossen.

Allerdings handelt es sich derzeit um Modellberechnungen. Die dargestellten Höchstwerte sind weder flächendeckend zu erwarten noch bereits gesichert.

❄️ Gleichzeitig bis zu 105 Zentimeter Neuschnee?

Besonders interessant wird die Wetterentwicklung beim Vergleich mit unserer zweiten 3D-Wetterkarte.

Während in tieferen Regionen große Regenmengen möglich sind, zeigt die Neuschneeprognose in Teilen der Westalpen örtlich 75 bis 105 Zentimeter Neuschnee bis zum 20. Oktober.

Das wäre für die zweite Oktoberhälfte eine durchaus beachtliche Menge!

Vor allem in den hochalpinen Regionen könnten kräftige Niederschläge bei ausreichend niedrigen Temperaturen als Schnee fallen.

Die genaue Schneemenge hängt jedoch nicht nur von der Niederschlagsintensität ab, sondern ebenso von Temperatur, Wind und der Entwicklung der Schneefallgrenze.

🌡️ Schneefallgrenze: Enorme Unterschiede möglich!

Die Schneefallgrenze wird bei dieser möglichen Wetterlage eine besonders wichtige Rolle spielen.

Für Sonntag deuten die bisherigen Bergwetterprognosen auf deutliche regionale Unterschiede hin.

In Teilen der westlichen Alpen könnte die Schneefallgrenze örtlich unter 2.000 Meter sinken, während sie auf der wärmeren Alpensüdseite zunächst deutlich oberhalb von 2.500 Metern liegen könnte.

Diese Unterschiede lassen sich durch das Zusammentreffen verschieden temperierter Luftmassen erklären.

Während mildere und feuchte Mittelmeerluft gegen die südlichen Alpen strömt, könnte in den westlichen Alpenregionen kühlere Luft einfließen.

Dadurch wären auf relativ engem Raum sehr unterschiedliche Wetterverhältnisse möglich.

In tieferen Lagen könnte es kräftig regnen, während auf den höheren Gipfeln und Gebirgskämmen ergiebiger Schneefall einsetzt.

Die berechneten Neuschneemengen von bis zu 105 Zentimetern beziehen sich auf einzelne hochalpine Bereiche und dürfen nicht mit der Schneefallgrenze verwechselt werden.

Auch eine Veränderung der Tiefdrucklage könnte die Schneefallgrenze nochmals deutlich beeinflussen.

🔎 Was verrät uns der Vergleich unserer beiden 3D-Wetterkarten?

Interessant ist vor allem die räumliche Verteilung der berechneten Niederschläge.

Die höchsten Regenmengen konzentrieren sich nach dem dargestellten Modelllauf auf Teile Nordwestitaliens und den angrenzenden Alpenraum.

Gleichzeitig befinden sich die größten Neuschneemengen entlang der höher gelegenen Gebirgsregionen der Westalpen.

Dieses Muster wäre grundsätzlich mit einer kräftigen feuchten Anströmung aus südlichen Richtungen vereinbar.

Die Alpen wirken dabei wie eine natürliche Barriere. Feuchte Luft wird angehoben, wodurch sich die Niederschläge regional erheblich verstärken können.

Während der Niederschlag im wärmeren Bereich hauptsächlich als Regen fällt, könnte er oberhalb der Schneefallgrenze als Schnee niedergehen.

Ob diese Entwicklung tatsächlich in der berechneten Intensität eintritt, werden die kommenden Modellläufe zeigen.

🇦🇹 Was bedeutet diese Entwicklung für Tirol und Österreich?

Der Schwerpunkt der derzeit dargestellten extremen Niederschlagssummen liegt zunächst westlich und südwestlich von Österreich.

Für Tirol lässt sich daraus momentan noch kein vergleichbares Starkregen- oder Schneeszenario ableiten.

Allerdings ist die weitere Entwicklung der Tiefdruckzone auch für den österreichischen Alpenraum interessant.

Sollte sich die Zugbahn oder die Anströmrichtung verändern, könnten sich auch die Niederschlagsschwerpunkte verschieben.

Besonders die Entwicklung in den westlichen und südwestlichen Alpenregionen sollte deshalb weiterhin aufmerksam verfolgt werden.

⚠️ Wie sicher ist die Wetterentwicklung?

Die dargestellten Niederschlags- und Schneemengen stammen aus Modellberechnungen und sind zum jetzigen Zeitpunkt keinesfalls als sichere Vorhersage zu verstehen.

Vor allem die genaue Lage des Tiefdruckgebiets, die Stärke der feuchten Anströmung und die Temperaturverteilung bleiben entscheidende Unsicherheitsfaktoren.

Es handelt sich somit um ein mögliches markantes Wetterereignis, dessen tatsächliche Stärke erst durch weitere Modellberechnungen besser eingegrenzt werden kann.

⛈️ Unser Fazit: Die Wetterküche wird wieder spannend!

Ab Sonntag könnte sich im Bereich des Golfs von Genua und der Westalpen eine meteorologisch interessante Lage entwickeln.

Unsere 3D-Wetterkarten zeigen derzeit regional Niederschlagssummen von 200 bis 225 Litern pro Quadratmeter sowie mögliche Neuschneemengen von 75 bis 105 Zentimetern in den Hochlagen.

Ob diese Spitzenwerte tatsächlich erreicht werden, bleibt offen.

Fest steht: Die Entwicklung verdient Aufmerksamkeit, denn bei einer länger anhaltenden Staulage können im Alpenraum erhebliche Niederschlagsmengen zusammenkommen.

Die Angaben sind Modellprognosen und stellen keine amtlichen Unwetterwarnungen dar.

Euer Markus
Sturm und Gewitterjagd Tirol ⛈️

Weitere Beiträge