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Unwetterwarnung

Heftige Bura in Kroatien – Windböen bis 160 km/h im Modell!

Heftige Bura an Kroatiens Adriaküste! Unsere Wettermodelle zeigen örtlich Böen bis 160 km/h. Besonders betroffen sind Senj, Pag und die Velebitküste. Was steckt hinter dem gefährlichen Fallwind und wie entwickelt sich die Lage weiter?

Heftige Bura in Kroatien – Windböen bis 160 km/h im Modell!
Bura

STURM UND GEWITTERJAGD TIROL | 03.11.2026

Orkanartige Bura an Kroatiens Küste – bis zu 160 km/h im Wettermodell!

Die kroatische Adriaküste erlebt derzeit eine heftige Bura-Lage. Vor allem entlang des Velebitgebirges, bei Senj, auf Pag und rund um Maslenica sorgt der Fallwind für gefährliche Verhältnisse. Mehrere wichtige Verkehrsverbindungen sind gesperrt.

Windböen bis 160 km/h auf unserer Wetterkarte

Unsere WetterWebApp zeigt für Dienstag, 3. November, 09:00 Uhr entlang der Velebitküste lokal modellierte Windböen zwischen 140 und 160 km/h. Besonders auffällig ist der schmale Streifen mit extremen Windgeschwindigkeiten vom Raum Senj über die Insel Pag bis in die Gegend von Maslenica und Paklenica.

Wichtig: Dabei handelt es sich um Modellwerte und nicht um bestätigte Stationsmessungen.

Der kroatische Wetterdienst DHMZ hat für den Velebitkanal eine orange Windwarnung mit möglichen Böen bis 150 km/h ausgegeben. Für den Kvarner und Kvarnerić werden bis zu 130 km/h, für die Westküste Istriens bis zu 110 km/h erwartet.

Aktuelle Messwerte – das zeigen die Wetterstationen

Auch die verfügbaren Stationsdaten bestätigen die kräftige nordöstliche Windströmung. In Senj wurden am 3. November um 04:00 Uhr 16,0 m/s aus Ostnordost gemeldet. Das entspricht rund 58 km/h Windgeschwindigkeit.

Weitere amtliche Beobachtungen vom 3. November um 00:00 Uhr:

  • Pula-Flughafen: 10,0 m/s bzw. 36 km/h aus Nordost
  • Zadar-Flughafen: 10,0 m/s bzw. 36 km/h aus Nordost
  • Split-Flughafen: 8,0 m/s bzw. rund 29 km/h aus Nordost

Diese Stationswerte sind keine maximalen Windböen. Eine verifizierte Spitzenböe von 140 bis 160 km/h konnte zum Berichtszeitpunkt nicht durch eine öffentlich abrufbare Stationsmessung bestätigt werden.

Bei einer Bura kann die Geschwindigkeit innerhalb weniger Kilometer erheblich schwanken. Deshalb können einzelne Stationen deutlich niedrigere Werte messen als besonders exponierte Küstenabschnitte.

Warum ist die Bura gerade so stark?

Die Bura ist ein meist kalter, trockener und ausgesprochen böiger Fallwind aus nordöstlicher Richtung. Bei dieser Wetterlage erstreckt sich ein Hochdruckkeil aus Nordwesten über die Adria, während ein Tiefdruckgebiet vom Tyrrhenischen Meer Richtung Ionisches Meer zieht.

Dadurch wird die nordöstliche Strömung über dem Dinarischen Gebirge begünstigt. Die Luft strömt über Gebirgskämme und Pässe und beschleunigt sich an der steil abfallenden Adriaküste stellenweise massiv.

Besonders entlang des Velebitgebirges entstehen dabei ausgeprägte Fallwind- und Beschleunigungseffekte. Das erklärt, warum ausgerechnet zwischen Senj, Karlobag, Pag und Maslenica häufig die heftigsten Böen auftreten.

Die Bura kommt außerdem nicht gleichmäßig daher, sondern oftmals in heftigen Schüben. Innerhalb weniger Sekunden können die Windgeschwindigkeiten stark ansteigen.

Autobahn, Brücken und Küstenstraßen gesperrt

Die Auswirkungen sind bereits deutlich spürbar. Laut kroatischem Automobilclub HAK waren am Dienstagmorgen wegen orkanartiger Winde folgende Verkehrsverbindungen für sämtliche Fahrzeuge gesperrt:

  • Autobahn A1 zwischen Sveti Rok und Posedarje
  • Pager Brücke (Paški most, DC106)
  • Küstenstraße DC8 zwischen Senj und Sveta Marija Magdalena
  • Straße DC54 zwischen Maslenica und Zaton Obrovački

Auf weiteren Straßen gibt es Einschränkungen für bestimmte Fahrzeuggruppen. Auch einzelne Fähr-, Katamaran- und Schiffsverbindungen sind unterbrochen.

Da sich die Verkehrslage rasch ändern kann, sollten Reisende vor der Abfahrt die aktuellen Meldungen des HAK kontrollieren.

Wie geht es heute und morgen weiter?

Der Schwerpunkt der starken bis orkanartigen Bura liegt laut DHMZ am Dienstag besonders in der ersten Tageshälfte. An der Velebitküste bleibt die Situation zunächst gefährlich.

Für die Küstenbezirke rund um Rijeka, Senj und Zadar gilt am Vormittag die orange Warnstufe, später ist eine Abstufung auf Gelb vorgesehen. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Wind sofort vollständig nachlässt.

Auch am Mittwoch bleibt die Bura regional ein Thema. Vor allem in exponierten Küstenbereichen sind weiterhin kräftige Böen möglich, wenngleich die Spitzenintensität gegenüber Dienstag nachlassen soll.

Unsere Einschätzung

Das ist eine durchaus markante Bura-Lage, die zeigt, welche Windkräfte entlang der kroatischen Adriaküste entstehen können. Besonders im Bereich des Velebitgebirges sind solche Fallwindlagen meteorologisch hochinteressant, für den Straßen- und Schiffsverkehr allerdings ausgesprochen gefährlich.

Wer sich derzeit in Kroatien aufhält, sollte exponierte Küstenabschnitte meiden, lose Gegenstände sichern und vor allem mit Wohnmobilen, Anhängern oder größeren Fahrzeugen besonders vorsichtig sein.

Stand: Dienstag, 03.11.2026, Vormittag

  • HAK – Aktuelle Verkehrslage
  • Modellierte Windböen: Sturm und Gewitterjagd Tirol WetterWebApp, Kartenstand 03.11.2026, 09:00 Uhr.

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