Extremwetter im Anmarsch!

16.11.2025
Extremwetter im Anmarsch!

ECMWF-Modell deutet auf außergewöhnliche Niederschlagsmengen hin!

Die neuesten Modellläufe des ECMWF sorgen für Aufsehen: Die akkumulierten Niederschlagsmengen bis zum 30. November 2025 zeigen ein beeindruckendes und stellenweise beunruhigendes Bild über großen Teilen Südeuropas.

Besonders Italien, der Adriaraum und der westliche Balkan stehen im Zentrum eines außergewöhnlich nassen Wetterabschnitts.

Ein Purpurmeer über Italien und dem Balkan

Die Karte ist dominiert von satten Violett- und Pinktönen, die auf flächendeckend hohe Niederschlagsmengen hinweisen.

Besonders heftig könnte es entlang der Adria werden:

Von Venedig über Rimini bis Bari, aber auch auf der anderen Adriaseite von Rijeka über Split bis nach Dubrovnik, werden Summen teils über 150 bis 200 l/m² simuliert stellenweise sogar noch deutlich mehr.

Solche Werte entsprechen typischen Starkregenepisoden, wie sie meist nur bei langanhaltenden Tiefdrucklagen oder bei blockierenden Wetterstrukturen auftreten.

Italien besonders im Fokus

Italien scheint gleich mehrfach getroffen zu werden:

  • Mittelitalien (Toskana, Umbrien, Marken):Eine langgezogene Zone intensiver Niederschläge deutet auf wiederkehrende Schauerlinien und eingelagerte Gewitter hin.

  • Süditalien: Vor allem Apulien und Kalabrien könnten durch Feuchteausbrüche aus südlicher Richtung kräftige Regenfälle abbekommen.

Besonders auffällig: Einige Regionen, darunter Teile Apuliens und Sardiniens, heben sich durch blaue bis grüne Farbflächen ab, ein Hinweis auf mögliche kräftige, aber lokal begrenzte Niederschlagsschwerpunkte.

Balkan unter Dauerbeschuss

Auch die Länder des westlichen Balkans, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Montenegro und Albanien zeigen großflächig hohe Summen. Die Gebirgszüge dieser Region wirken oft als „Niederschlagsverstärker“, wodurch schnell enorme Mengen zusammenkommen können. Flüsse könnten anschwellen, Hangrutschungen sind bei solchen Modellsignalen nicht ausgeschlossen.

Was steckt dahinter?

Die Lage lässt auf eine Kombination aus:

  • einem stationären Tiefdruckkomplex über dem westlichen Mittelmeer,

  • warmer, feuchter Mittelmeerluft,

  • und blockierenden Hochdruckgebieten nördlich davon

schließen. Diese klassische „Mittelmeer-Tief“-Konstellation ist berüchtigt für ausdauernde Starkregenereignisse.

November mit Hochwasserpotenzial

Sollten sich diese Modellprognosen bestätigen, steht der Region eine äußerst nasse und potenziell gefährliche Phase bevor. Gerade Ende November, typischerweise ohnehin eine niederschlagsreiche Zeit könnten die Mengen die üblichen Werte deutlich übertreffen.

Für meteorologisch Interessierte bleibt es damit besonders spannend. Für die betroffenen Gebiete heißt es: Lage beobachten, Warnungen ernst nehmen und auf mögliche Überflutungen vorbereitet sein.

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