Danke an Manuel Ribis für das beeindruckende Foto!
Wer heute im Ötztal nach oben blickte, sah nicht nur Wolken, er sah ein echtes Wetter-Schauspiel. Eine mächtige Föhnmauer schob sich wie eine weiße Brandung an den Alpenhauptkamm, während auf der Nordseite bereits die Sonne durchbricht. Willkommen im Reich des Südföhns!
Was ist eine Föhnmauer?
Die Föhnmauer markiert die scharfe Grenze zwischen zwei Wetterwelten. Feuchte Luft strömt von Süden heran, wird an den Alpen zum Aufsteigen gezwungen, kühlt ab und kondensiert.Das Ergebnis: eine dichte, scheinbar stehende Wolkenwand. Dahinter, auf der Nordseite, sinkt die Luft wieder ab, erwärmt sich und trocknet aus. Dort zeigt sich oft strahlender Sonnenschein.
Südföhn: Warm, trocken, kraftvoll
Der Südföhn ist der unsichtbare Motor hinter diesem Spektakel.
Er bringt:
🌡️ deutlich höhere Temperaturen in den Nordalpen
💨 kräftige Böen in Gipfellagen
☀️ exzellente Fernsicht nach Durchzug der Wolken
😵💫 bei manchen Menschen Kopfschmerzen und Unruhe
Am Wurmkogel lässt sich das besonders eindrucksvoll beobachten: Unter dir das Wolkenmeer, über dir tiefblauer Himmel und dazwischen ein spürbarer Wind.
Warum ist das für Wetterfans so spannend?
Föhnlagen gehören zu den dynamischsten Wettersituationen im Alpenraum. Kleinste Änderungen im Druck oder in der Strömungsrichtung entscheiden darüber, ob:
die Föhnmauer stationär verharrt,
sie rasch zusammenbricht, oder
der Föhn mit sturmartigen Böen ins Tal durchgreift.
Für Skifahrer, Tourengeher und Fotografen sind das magische Momente, für Meteorologen ein Lehrbuchbeispiel in Echtzeit.
Zusammengefasst:
Die heutige Lage am Wurmkogel zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Wetter sein kann. Die Föhnmauer steht wie eine Bühne, der Südföhn liefert die Dramaturgie und das Ötztal sitzt in der ersten Reihe.
Genau solche Momente machen eine Wetter-Webapp lebendig: Wetter sehen, fühlen und verstehen.
Bleib dran, der Föhn hat oft mehr als einen Akt!