In den kommenden 48 bis 72 Stunden stellt sich die Wetterlage über den Alpen deutlich winterlicher ein. Vor allem entlang der Alpensüdseite sorgt eine feuchte Südströmung für ergiebige Niederschläge, die in den Hochlagen zunehmend als Schnee fallen.
Besonders betroffen ist dabei der norditalienische Alpenraum, wo sich durch den anhaltenden Niederschlagsstau in den Hochlagen sehr große Neuschneemengen aufbauen können. In einigen Regionen der italienischen Alpen sind bis zum Wochenende mehr als ein Meter Neuschnee möglich.
Auch in Tirol wird sich die Situation auf den Bergen bemerkbar machen.
Südliche Ötztaler Alpen mit Neuschneezuwachs
Vor allem in den südlichen Ötztaler Alpen (Südtiroler Seite) ist oberhalb von etwa 1800m-2000 Metern Höhe mit einem deutlichen Neuschneezuwachs zu rechnen. Nach aktuellem Stand können sich dort bis zum Ende der Niederschlagsphase etwa 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee ansammeln.
In tieferen Lagen Tirols bleibt die Schneemenge dagegen deutlich geringer, da die Temperaturen in vielen Tälern weiterhin zu mild für durchgehenden Schneefall sind.
Staulage bringt große Unterschiede in den Alpen
Die aktuelle Wetterlage zeigt einmal mehr die typischen Unterschiede innerhalb der Alpen: Während sich auf der Südseite der Alpen durch die Staulage sehr große Schneemengen bilden können, bleiben die Niederschläge nördlich des Alpenhauptkamms meist deutlich schwächer.
In höheren Gebirgslagen der Südseite herrschen daher in den kommenden Tagen hochwinterliche Bedingungen mit intensiven Schneefällen.
Hinweis für Bergsport und Tourenplanung
Durch den Neuschneezuwachs kann sich die Lawinensituation regional verändern, insbesondere in den Hochlagen der Südalpen. Für Wintersportler, Skitourengeher und Bergsteiger empfiehlt es sich daher, die aktuelle Schnee und Lawinenlage weiterhin aufmerksam zu beobachten.
Euer Wetterfrosch Markus und eure Andrea von Sturm und Gewitterjagd Tirol wünschen euch allen einen schönen Freitag