Schnee auf Island, Herbstwärme in Tirol: Der Wetterausblick
Tirol bleibt mild, Islands Hochlagen erwarten Schnee: örtlich 30 bis 50 cm Neuschnee in fünf Tagen möglich. Unser Wetterausblick erklärt die Unterschiede.
Tirol genießt die Wärme – Island erwartet Schnee
Wetterausblick vom 2. Oktober 2026
Die Tage werden kürzer, die ersten Gedanken an verschneite Berge kommen auf. Doch während bei uns vorerst der milde Herbst regiert, lohnt sich für Schneeliebhaber ein Blick nach Island: Dort deuten die Prognosen für die kommenden fünf Tage besonders in höheren Lagen auf winterlichen Nachschub hin. Regional sind durchaus beachtliche Neuschneemengen möglich.
Tirol: Der Winter muss noch warten
Wer bei uns auf Schnee bis in die Täler hofft, braucht weiterhin Geduld. Am Samstag, dem 3. Oktober, scheint nach örtlichem Frühnebel häufig die Sonne. Die Temperaturen steigen auf etwa 19 bis 25 Grad. Auch auf den Bergen ist die Luft ausgesprochen mild: In 2.000 Metern werden um 13 Grad erwartet.
Am Sonntag wechseln sonnige Abschnitte mit Wolken. Vor allem westlich von Innsbruck können einzelne kurze Regenschauer entstehen. Mit 18 bis 24 Grad bleibt es in den Tälern warm. Auch zum Wochenbeginn setzt sich das milde Wetter mit Nebel, Sonne und Wolken fort. Ab Mittwoch könnte leichter Südföhn hinzukommen, während sich am Alpenhauptkamm und in Osttirol mehr Wolken halten. Ein verbreiteter Wintereinbruch ist in dieser kurzfristigen Prognose für Tirol nicht in Sicht.
Island: Bis zu einem halben Meter Neuschnee am ausgewählten Standort
Deutlich winterlicher sehen die Aussichten für Islands höhere Lagen aus. Die Fünftageskarte unserer WetterwebApp zeigt in Teilen des Hochlands und der Bergregionen Schneesignale. Am markierten Standort im höher gelegenen Bereich des Vatnajökull werden 30 bis 50 Zentimeter Neuschnee berechnet.
Dort können Schneeliebhaber in den kommenden Tagen auf ihre Kosten kommen. Die Mengen gelten allerdings für den ausgewählten Standort und dürfen nicht auf die gesamte Insel übertragen werden. Gerade an den Küsten und in tieferen Lagen kann es gleichzeitig regnen.
Bei den Angaben handelt es sich um eine Prognose der aufsummierten Neuschneemenge. Wie hoch die Schneedecke anschließend tatsächlich liegt, hängt unter anderem von Setzung, zwischenzeitlicher Schmelze und Windverfrachtungen ab.
Ab Montag kommt kältere Luft ins Spiel
Zunächst steht auch auf Island noch wechselhaftes Herbstwetter auf dem Programm. Südliche Winde bringen relativ milde Luft, dazu fällt am Wochenende verbreitet Regen. Besonders im Süden und Westen kann dieser am Samstag kräftiger ausfallen.
Ab Montag, dem 5. Oktober, dreht die Strömung auf nördliche Richtungen, und es wird kälter. Regen und Schneeregen werden erwartet. Am Dienstag liegen die prognostizierten Tagestemperaturen landesweit nur noch bei etwa 0 bis 8 Grad, mit den höchsten Werten im Süden. Daraus ergeben sich für höher gelegene Regionen zunehmend günstige Bedingungen für Schneefall.
Warum es dort schneit und bei uns mild bleibt
Entscheidend ist die Herkunft der Luft. Island liegt nahe genug an den arktischen Regionen, dass eine nördliche Strömung rasch deutlich kältere Luft heranführen kann. In höheren Lagen fällt der Niederschlag dann leichter als Schnee.
Tirol bleibt vorerst unter dem Einfluss wesentlich milderer Luft. Für einen Wintereinbruch bis in tiefere Lagen müsste ausreichend kalte Luft die Alpen erreichen und gleichzeitig Niederschlag auftreten. Kühle Nächte oder einzelne Nebelfelder reichen dafür allein nicht aus.
Unsere Einschätzung: Der Winter zeigt sich in den kommenden Tagen vor allem in Islands höheren Lagen. Bei uns bleibt zunächst Zeit für milde Herbstnachmittage. Über den Verlauf des Winters 2026/27 sagt dieser Gegensatz noch nichts Verlässliches aus – eine Wetterlage Anfang Oktober entscheidet nicht darüber, wie schneereich die kommenden Monate werden.