Die neuesten Modellläufe werfen ein heißes Thema in die Wetterküche:
Vom 2. auf den 3. Dezember könnte sich über Österreich, Süddeutschland und der Schweiz eine markante Niederschlagsphase einstellen.
Die aktuellen GFS-Karten zeigen entlang der Alpen einen breiten Streifen intensiver Niederschläge, doch wie immer gilt:
Noch ist einiges offen.
Alpenraum im Fokus: Von Zürich bis Salzburg potenziell hohe Mengen
Auffällig ist die kräftige violette bis pinkfarbene Zone, die sich über die Nordalpen legt.
Besonders betroffen wären:
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Die Schweiz: Vom Genfersee über das Berner Oberland bis nach Zürich und Winterthur deuten sich erhebliche Niederschlagsmengen an.
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Österreich: Vor allem das Land Salzburg, Tirol, die Obersteiermark und Teile Oberösterreichs könnten deutlich ins Niederschlagsgeschehen geraten.
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Süddeutschland: Vom Allgäu über Oberbayern bis hin zum Alpenvorland von Augsburg über München wird ebenfalls teils kräftiger Niederschlag simuliert.
Auch wenn die Modelle sich noch nicht einig sind, zeichnet sich ein klarer Trend ab:
Die Alpenregion könnte in den ersten Dezembertagen ein intensives Niederschlagsereignis erleben.
Regen oder Schnee?
Der entscheidende Faktor: Kaltluft
Besonders spannend wird, ob und wie viel Kaltluft an die Nordseite der Alpen gelangt.
Denn:
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Mit ausreichend Kaltluft wären die modellierten Mengen ein massiver Schneeschub für die Nord- und Zentralalpen – teils mit Neuschneemengen, die innerhalb kurzer Zeit stark anwachsen könnten.
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Bleibt die Luft zu mild, fällt ein Großteil in den Tälern als Regen, während es erst in höheren Lagen schneit.
Diese Unsicherheit macht die Lage derzeit meteorologisch extrem reizvoll und für Wintersportgebiete potenziell hochinteressant.
Lawinengefahr könnte deutlich ansteigen:
Sollten die prognostizierten Mengen tatsächlich als Schnee fallen, hätte das direkte Auswirkungen auf die Lawinensituation.
Frischer, teils sehr nasser Schnee auf bereits vorhandener Unterlage führt schnell zu:
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instabilen Schichten,
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Schneebrettgefahr,
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regional stark steigenden Lawinenwarnstufen.
Die nächsten Modellläufe werden entscheidend sein, um einzuschätzen, wie groß dieses Risiko wirklich wird.
Hauptniederschlagszeitraum: 2.–3. Dezember
Aktuell verdichten sich die Hinweise, dass der Schwerpunkt zwischen dem 2. und 3. Dezember zu erwarten ist.
Wie intensiv die Niederschläge tatsächlich ausfallen und wo die Grenze zwischen Regen und Schnee verläuft, bleibt aber noch offen.
Euer Wetterfrosch Markus und eure Andrea von Sturm und Gewitterjagd Tirol