Tirol-Wetter bis Ende Januar 2026: Wieder zunehmend kalt, Ostlage wahrscheinlich, Schnee bleibt voraussichtlich Mangelware!

15.01.2026
Tirol-Wetter bis Ende Januar 2026: Wieder zunehmend kalt, Ostlage wahrscheinlich, Schnee bleibt voraussichtlich Mangelware!

Danke an unsere Wettermelderin Heidrun aus unserer Wetter-WhatsApp-Gruppe für das tolle Foto aus Kappl mit Blick Richtung Ischgl!


Quellenangabe: https://www.wxcharts.com

Der aktuelle Witterungsabschnitt in Tirol ist noch von vergleichsweise milden Temperaturen geprägt. Vor allem tagsüber liegen die Werte teils über dem klimatologischen Mittel. Doch ein Blick auf die Ensemble-Prognosen macht klar: Diese Phase ist nur von kurzer Dauer.

Erste Umstellung: Kältere Luft sickert aus Osten ein!

Bereits in den nächsten Tagen zeigt sich eine zunehmende Ostkomponente in der Strömung. Besonders die Osthälfte Tirols gerät dabei früher unter den Einfluss kälterer Luftmassen. Typisch für diese Wetterlage sind Nebel und Hochnebelfelder, die sich vor allem in Tälern und Becken festsetzen.
Oberhalb davon bleibt es zeitweise freundlicher, allerdings nicht mehr so mild wie zuletzt.

Kommende Woche: Schleichende, aber nachhaltige Abkühlung!

Die Ensemble-Temperaturverläufe zeigen sehr einheitlich eine schrittweise Abkühlung ab der kommenden Woche. Auffällig ist dabei:

  • keine abrupte Kältewelle

  • sondern ein kontinuierlicher Temperaturrückgang

  • auch tagsüber häufig unter 0 °C

Der Ostwind gewinnt an Bedeutung und verstärkt den kontinentalen Charakter der Luftmasse. In den Tallagen steigt damit die Wahrscheinlichkeit für Dauerfrost, während in höheren Lagen verbreitet winterliche Bedingungen herrschen.

Zum Monatsende: Sehr kalte Ostlage möglich!

Besonders interessant ist der Blick auf die zweite Monatshälfte:
Die Mehrzahl der Ensemble-Mitglieder deutet auf eine markante Ostlage zum Monatsende hin. In diesem Szenario würde sehr kalte Festlandsluft bis in den Alpenraum vordringen. Die Temperaturstreuung nimmt zwar zu, doch der Kältetrend ist klar erkennbar.

Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, wären:

  • strenge Nachtfröste, teils deutlich unter −10 °C

  • in höher gelegenen Tälern sogar darunter

  • tagsüber oft nur geringe Erwärmung

möglich.

Schnee: Modelle bleiben deutlich zurückhaltend!

Ein entscheidender Punkt zeigt sich in den Niederschlags-Ensembles und Akkumulationskarten:
Für Tirol ergibt sich bis Ende Januar kein ausgeprägtes Schneesignal.

  • Der Großteil der Ensemble-Mitglieder bleibt nahezu trocken

  • Nur einzelne Ausreißer zeigen geringe Niederschlagsmengen

  • Die Hauptniederschlagsachsen liegen südlich bzw. südwestlich der Alpen

Damit bestätigt sich ein klassisches Muster einer Ostlage: kalt, aber schneearm. Nennenswerter Neuschnee ist nach aktuellem Stand eher die Ausnahme und wenn, dann lokal begrenzt.

Zusammengefasst bedeutet das: Winterlich kalt, aber meist trocken!

Zusammengefasst ergibt sich für Tirol bis Ende Januar 2026 folgendes Bild:

  • Noch milde Phase, aber bereits erste Kältesignale

  • Zunehmend kältere Luft aus Osten mit Nebel und Hochnebel

  • In der kommenden Woche schleichende, nachhaltige Abkühlung

  • Gegen Monatsende sehr kalte Ostlage möglich

  • Wenig bis kein Schnee, besonders in den Tallagen

Der Winter meldet sich damit zwar temperaturmäßig eindrucksvoll zurück, bleibt jedoch in Sachen Neuschnee weiterhin zurückhaltend. Ob sich daran noch etwas ändert, hängt von möglichen Störungen der Ostlage ab, aktuell liefern die Modelle dafür jedoch kaum Hinweise.

Euer Wetterfrosch Markus und Andrea von Sturm und Gewitterjagd Tirol.