Die Inversionswetterlage einfach erklärt:
Eine Inversionswetterlage ist im Winter etwas ganz Besonderes und für viele Modelle eine echte Herausforderung.
Normalerweise gilt ja:
Je höher man hinaufkommt, desto kälter wird es.
Bei einer Inversion passiert aber genau das Gegenteil:
👉 Unten im Tal ist es eiskalt, oben auf den Bergen oft deutlich wärmer.
Warum entsteht so etwas?
Im Winter haben wir oft klare Nächte.
Da passiert Folgendes:
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Der Boden verliert nachts Wärme, er kühlt stark aus.
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Die kalte Luft sammelt sich in den Tälern, weil kalte Luft schwerer ist als warme.
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Warme Luft bleibt darüber liegen, wie eine „Decke“.
Es entsteht also eine Schichtung:
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unten: eiskalte Luft
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oben: wärmere Luft
Diese Schichtung nennt man Inversion, also „Umkehrung“.
Warum bleibt es dann tagsüber so kalt?
Ganz einfach:
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In den Tälern geht oft kein Wind, der die kalte Luft durchmischen könnte.
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Die Sonne steht tief und schafft es kaum, die kalte Schicht „wegzuheizen“.
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Liegt zusätzlich Schnee, wird die Kälte sogar noch verstärkt, weil Schnee die Sonnenstrahlung reflektiert.
➡️ Ergebnis: Manche Täler bleiben selbst am Nachmittag im Minusbereich.
Warum haben Wettermodelle damit oft Probleme?
Weil:
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Inversionslagen sehr kleinräumig sind
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Täler, Senken, Hanglagen unterschiedlich reagieren
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Viele Modelle Wind und Durchmischung zu stark annehmen
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Die Modelle oft glauben, die Sonne schafft mehr Erwärmung als tatsächlich möglich ist
Darum kommt es oft vor, dass Modelle z. B. +3°C anzeigen, aber real im Tal −6°C herrschen.
Was bedeutet das für das Wochenende?
Dort, wo:
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Schnee liegt ❄
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kein Wind geht 🍃
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klare Nächte anstehen 🌙
…wird es auch tagsüber eiskalt bleiben, teilweise dauerfrostig, also mit Temperaturen unter 0°C den ganzen Tag.
Während auf den Bergen mildere Temperaturen möglich sind.
Ein völlig verrückter, aber typischer Winter Kontrast.