Danke an unsere Wettermelderin Tina aus Walchsee gestern Sonntag-Mittag mit diesem tollen Foto!





Quellenangabe: https://www.wxcharts.com
Nach einer eher ruhigen Phase kommt in den kommenden Tagen wieder deutlich mehr Dynamik ins Wettergeschehen. Die aktuellen Modell und Ensemble-Vorhersagen zeigen: In der zweiten Januarhälfte nimmt die Aktivität spürbar zu, besonders rund um den Monatswechsel Richtung Februar. Dabei rückt auch eine mögliche Rückkehr winterlicher Luft wieder in den Fokus, noch nicht fix, aber durchaus realistisch.
Der große Überblick:
Bis etwa 23./24. Januar bleibt das Wetter vielerorts noch vergleichsweise unspektakulär. Danach mehren sich die Signale für häufigere Frontdurchgänge und zunehmende Niederschläge. Die Ensemble-Vorhersagen zeigen klar:
Nicht jede Region bekommt gleich viel ab, doch insgesamt geht es weg von der Ruhe, hin zu einer wechselhafteren Wetterlage.
Gleichzeitig nimmt ab Ende Januar die Unsicherheit bei den Temperaturen zu. Einige Modellläufe rechnen mit deutlich kälterer Luft, andere bleiben moderater. Damit ist klar: Der Winter ist noch nicht erledigt.
Niederschlag: Südseite klar im Vorteil:
Ein Blick auf die Niederschlagssummen bis Anfang Februar zeigt ein vertrautes Muster:
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Norditalien und die Alpensüdseite bleiben die Hauptabnehmer der Niederschläge
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Dort sind über längere Zeiträume größere Regen und Schneemengen möglich
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Nördlich der Alpen fällt insgesamt weniger, komplett trocken bleibt es aber nicht
Vor allem gegen Ende Januar steigen die Kurven in den Ensembles deutlich an, ein Zeichen dafür, dass mehrere Niederschlagsphasen möglich sind.
Temperatur: Monatswechsel mit Spannung:
Bis etwa 25. Januar verlaufen die Temperaturen noch relativ geordnet. Danach zeigen die Modelle eine zunehmende Spreizung:
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Das Ensemble-Mittel geht leicht nach unten
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Einzelne Läufe deuten sogar eine markante Abkühlung an
Was das bedeutet:
Eine kältere Wetterphase ist möglich, ihr genauer Verlauf und vor allem ihre Stärke steht aber noch nicht fest. Ob daraus ein klassischer Wintereinbruch oder nur eine kühlere Zwischenphase wird, entscheidet sich erst kurzfristig.
Regionale Einordnung:
Nordtirol
Bis Mitte der Woche oft noch ruhig. Ab etwa 25./26. Januar steigt die Wahrscheinlichkeit für Niederschläge. Ob diese als Regen oder Schnee fallen, hängt stark von der Temperaturentwicklung ab. Schneechancen nehmen zum Monatswechsel zu, sind aber noch nicht garantiert.
Osttirol
Osttirol liegt häufiger näher an der aktiveren Wetterzone. Ab der zweiten Wochenhälfte sind wiederholt Niederschläge möglich. In höheren Lagen steigt die Schneewahrscheinlichkeit deutlich, bei kälterer Entwicklung auch in den Tälern.
Südtirol
Südtirol bleibt klar auf der nasseren Seite der Alpen. Mehrere Niederschlagsphasen sind wahrscheinlich, teils auch länger anhaltend. In den Bergen ist Schnee sehr wahrscheinlich, die Schneefallgrenze schwankt aber.
Süddeutschland
Meist weniger Niederschlag als südlich der Alpen, aber auch hier nimmt die Wetteraktivität zu. Zum Monatswechsel könnte es winterlicher werden, besonders wenn sich die kältere Variante durchsetzt. Der Alpenrand hat dabei die besten Schneechancen.
Rest von Österreich
Süd und Ostösterreich liegen näher an den aktiven Wetterzonen und bekommen häufiger Niederschläge ab. Norden und Westen bleiben oft etwas geschont. Zum Monatswechsel steigt überall die Chance auf kühlere Luft.
Schweiz
Klassische Zweiteilung: Die Alpensüdseite ist deutlich nasser, die Nordseite zurückhaltender. Auch hier bleibt die Option auf eine winterlichere Phase Richtung Februar bestehen.
Norditalien
Norditalien bleibt der Niederschlags-Hotspot dieser Wetterlage. Über mehrere Tage hinweg können größere Regenmengen zusammenkommen. In den Alpen ist mit kräftigem Neuschnee in höheren Lagen zu rechnen.
Zusammengefasst:
Die kommenden Tage bringen mehr Bewegung ins Wetter. Besonders südlich der Alpen wird es wieder deutlich nasser, während nördlich davon eher wechselhaftes Winterwetter dominiert. Zum Monatswechsel bleibt eine Rückkehr kälterer Luft realistisch, aber noch nicht fix.
👉 Wer auf Winterwetter hofft, sollte die Zeit Ende Januar bis Anfang Februar im Auge behalten, der Winter hat noch ein Wörtchen mitzureden.