Verkehrte Wetterwelt: Während Europa schwitzt, versinkt die Südhalbkugel im Winterwonderland!
Während bei uns hochsommerliche Temperaturen, warme Nächte und kräftige Gewitter das Wetter bestimmen, zeigt sich die andere Seite unseres Planeten derzeit völlig anders: Auf der Südhalbkugel herrscht tiefster Winter – regional mit enormen Schneemengen, strengem Frost und außergewöhnlichen Kälteeinbrüchen.
Gewaltige Schneemengen in den Anden
Besonders eindrucksvoll präsentiert sich der Winter derzeit in Chile und Argentinien. Nach mehreren kräftigen Schneefällen liegen weite Teile der Hochanden unter einer mächtigen Schneedecke. Zahlreiche Skigebiete sind geöffnet, stellenweise erschweren die enormen Schneemengen allerdings sogar den Zugang zu einzelnen Regionen.
Chile erlebt bereits seit mehreren Wochen intensive Schneefälle, während viele Skigebiete in Argentinien einen Großteil ihrer Pisten öffnen konnten. Regional zählt die aktuelle Wintersaison zu den schneereichsten der vergangenen Jahre.
Antarktische Kälte erreicht Neuseeland
Auch Neuseeland wurde Anfang August von einem außergewöhnlich kräftigen Kaltlufteinbruch erfasst. Antarktische Luft brachte Schnee, Eis, kräftigen Wind und Temperaturen von örtlich bis zu minus 9 Grad.
Besonders bemerkenswert: Selbst in Wellington fiel Schnee bis auf Meereshöhe – dort wurde ein solches Ereignis seit rund 15 Jahren nicht mehr beobachtet. Auch Dunedin und Teile der Südinsel präsentierten sich tief winterlich. Straßen mussten gesperrt werden und auf einigen Stadtstraßen waren Menschen sogar mit Ski und Snowboards unterwegs.
Winter bedeutet nicht überall automatisch Schnee
In Australien und im südlichen Afrika ist ebenfalls Winter. Schneefälle sind dort jedoch wesentlich seltener und meist auf höher gelegene Gebirgsregionen begrenzt. Aktuell zeigt sich der Süden Afrikas überwiegend trocken und sonnig. Eine geschlossene natürliche Schneedecke findet man dort daher nur selten.
Der ausgeprägteste Winter konzentriert sich momentan vor allem auf die Anden sowie auf Teile Neuseelands und die antarktischen Regionen.
Warum sind die Jahreszeiten genau umgekehrt?
Verantwortlich dafür ist die Neigung der Erdachse. Während die Nordhalbkugel im August stärker der Sonne zugeneigt ist, erhält die Südhalbkugel weniger direkte Sonnenenergie. Dort sind die Tage kürzer, der Sonnenstand niedriger und die Temperaturen entsprechend kälter.
Sechs Monate später dreht sich das Bild vollständig um: Wenn wir in Tirol mitten im Winter stecken, genießen Australien, Neuseeland, Chile und Argentinien ihren Sommer.
Zwei völlig verschiedene Wetterwelten auf einem Planeten
Während sich Menschen in Europa nach Abkühlung sehnen, kämpfen andere Regionen gleichzeitig mit Schnee, Eis und strengem Frost. Genau dieser extreme Gegensatz macht deutlich, wie faszinierend und vielfältig das Wetter auf unserer Erde ist.
🌍 Bei uns Hochsommer – auf der anderen Seite der Erde tiefster Winter. Und aktuell zeigt sich dieser regional sogar von seiner besonders kräftigen Seite.
©️ Sturm und Gewitterjagd Tirol